fbpx
Now Reading
Moritz Härri, Swiss Reinsurance Company Ltd.

Wir bezahlen deine digitale Weiterbildung. Klicke hier und sichere dir bis zu CHF 1'000.-.

Moritz Härri, Swiss Reinsurance Company Ltd.

  • Der 19-jährige Moritz Härri erzählt von seinen Erfahrungen im „Reverse Mentoring“, in dem er als Lehrling diverse Schulungen durchführte; für eine Gruppe von über 70 Leuten, die unter anderem aus Mitgliedern der Geschäftsleitung der Swiss Reinsurance Company Ltd. bestand

Der Lehrling als Meister

Der Künstler und Kurator Christian Jankowski hat im Kunstmuseum Stuttgart vor einigen Jahren ein Projekt initiiert, in dem die Mitarbeitenden des Museums ihre Rollen getauscht haben. Kuratoren wurden zu Aufsichtspersonen, die Direktorin musste Teppiche in den Ausstellungen verlegen und das Sicherheitspersonal war fortan für die Kunstvermittlung zuständig. In diesem Kunstwerk ging es um einen geplanten Kontrollverlust, doch solche Perspektivwechsel können auch für eine erfrischende Sicht auf die Dinge sorgen, die in produktive Energie umgemünzt werden kann.

Verkehrte Welt

An diese Anekdote aus der Kunstwelt muss man denken, wenn der 19-jährige Moritz Härri von seinen Erfahrungen im „Reverse Mentoring“ erzählt, in dem er als Lehrling diverse Schulungen durchführte; für eine Gruppe von über 70 Leuten, die unter anderem aus Mitgliedern der Geschäftsleitung der Swiss Reinsurance Company Ltd. bestand. Weiterbildungen und Wissensvermittlung hat oft mit Hierarchien zu tun: Menschen, die viel Erfahrung und Wissen haben, seien es geschulte Vermittlungspersonen, Professoren und Professorinnen oder erfahrende Mitarbeitende eines Unternehmens geben ihr Wissen und Können weiter an nachfolgende oder noch nicht fertig ausgebildete Personen. Das „Reverse Mentoring“, wie der Name bereits indiziert, kehrt diese Strukturen um und eröffnet so einen Möglichkeitsraum, von dem alle Beteiligten profitieren können. Moritz Härri sagt dazu: „Mir hat das Projekt gezeigt, dass auch ich als Lehrling den erfahrenen und gebildeten Mitarbeitenden, zu denen ich sonst hochschaue, etwas beibringen kann. Wenn es sich um ein Thema handelt, in dem ich spezialisiert bin.“ Ein solches Projekt spricht darüber hinaus für eine gesunde Unternehmenskultur. Alle Mitarbeitenden werden für ihre Expertise geschätzt, egal ob es sich um den erfahrenen CEO oder jungen Lehrling handelt. Ausserdem wird der Austausch gefördert, und es werden Brüchen geschlagen, die es ermöglichen „Angestellte aus allen Bereichen und Altersklassen kennenzulernen.“

Für Sie empfohlen
Roger Vogt, Valora Retail

Auf den Geschmack gekommen

Für Moritz Hänni war das „Reverse Mentoring“ ausserdem eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich zu beweisen. Seine derzeitige Stelle hat er auf Grund der Kontakte, die er im Projekt knüpfen und auf Grund der Expertise, die er zeigen konnte, erhalten. Zwar musste er seinen Respekt überwinden, vor grossen Gruppen zu sprechen und zu präsentieren, aber diese Herausforderung anzunehmen hat sich für ihn ausgezahlt. Und er scheint Geschmack an der Wissensvermittlung gefunden zu haben, wenn er sagt: „Ich werde demnächst eine weitere Ausbildung im Schulungsbereich machen und für die vielleicht sogar noch weiter aus meiner Komfortzone gehen. Schliesslich lernt man so am besten.“

© 2019 digitalswitzerland. All Rights Reserved. Terms of use and privacy policy | Code & Design

Nach oben